Täuschung mit System — Der „Werbeschmäh des Jahres 2025“
Gastbeitrag: foodwatch
Mit einer Zuckerbombe in „Balance“ kommen, mit recyceltem Schokolandeneis die Welt retten oder mit speziellem Nudelsalz zum Luxuspreis die perfekte Pasta zaubern — viele Lebensmittelhersteller verstehen es meisterhaft, mit wohlklingenden Versprechen das Vertrauen der Konsument:innen zu gewinnen. Doch hinter der glänzenden Verpackung und den Werbefloskeln verbirgt sich etwas ganz Anderes als versprochen wird.
Genau deshalb vergibt foodwatch Österreich jedes Jahr mit dem „Werbeschmäh des Jahres“ einen Negativpreis für das dreisteste Täuschungsmanöver im Supermarkt*. Wer den Titel am meisten verdient hat, entscheiden Verbraucher:innen selbst per Online-Voting.
Laut EU- und österreichischem Lebensmittelrecht dürfen Verbraucher:innen durch Aufmachung oder Werbung nicht in die Irre geführt werden. Das Problem dabei: In der Praxis werden Grenzen kreativ ausgelotet. Mit wohlklingenden Begriffen, geschickten Bildern und kleingedruckten Relativierungen wird die Wahrnehmung gelenkt – oft legal, niemals fair.
2024 war es ein Zuckerwasser von Vöslauer, das als „Balance“ verkauft wurde. 2023 gar das Bad Ischler „Nudelsalz“, was einfaches Salz war, das zu einem horrenden Preis in Dropsform angeboten wurde.
Abstimmung zum Werbeschmäh 2025
Während Sie OSKAR in ihren Händen halten, läuft das Voting zum „Werbeschmäh des Jahres 2025“. Bis zum 8. Dezember 2025 können Sie mitbestimmen, welche Werbelüge dieses Jahr den Titel am meisten verdient.
*Unter www.werbeschmaeh-des-jahres.at finden Sie
alle nominierten Produkte, Hintergründe & Abstimmungsmöglichkeiten.












